Jahresrückblick auf ein einsatzreiches Jahr mit großem ehrenamtlichen Engagement

Bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Hattersheim und deren Verein am
Freitag, den 22. Februar zog die Wehrführung und der Vereinsvorstand eine aufschlussreiche Bilanz
aus einem Rekordjahr. Noch nie hatte es so viele Einsätze gegeben wie im Jahr 2018.
Wenn es brennt, kommt die Feuerwehr – Das weiß jedes Kind. Doch: Was passiert eigentlich das ganze
Jahr über, damit die Feuerwehr überhaupt kommen kann, wenn es brennt oder Menschen Hilfe
benötigen? Bei der jährlichen Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Hattersheim am
vergangenen Freitag gab es eindrückliche Antworten. Anhand der Jahresberichte der einzelnen
Abteilungen ließ sich das Engagement der Einsatzkräfte und Vereinsmitglieder in beeindruckenden
Zahlen zusammenfassen..

Im Jahr 2018 rückte die Hattersheimer Feuerwehr zu insgesamt 336 Einsätzen aus, 181 davon mit dem
Einsatzstichwort „Feuer“. Im Durchschnitt entspricht dies fast einem Einsatz pro Tag. Wehrführer Uwe
Schabel führte die bedauerliche Rekordzahl auf den extrem heißen Sommer sowie zunehmende
Unwetterlagen zurück. Das Jahr zeichnete sich jedoch nicht nur durch eine hohe Einsatzdichte, sondern
auch durch besonders intensive Einsatzlagen aus. Unter anderem verwies Uwe Schabel in seinem
Bericht auf zwei Großeinsätze im September. So hatte ein Brand Im Lerchenfeld den Bewohnern dreier
Reihenhäuser über Nacht ihr zuhause geraubt und ein weiteres Feuer in der Nieder Straße zwei
Stockwerke mit insgesamt 12 Wohneinheiten vorübergehend unbewohnbar gemacht. Hier seien 55
Personen aus dem Gebäude evakuiert sowie vier Katzen und zwei Hunde aus der Brandwohnung
gerettet worden.

Für die Bewältigung der Einsätze stehen derzeit 63 aktive Feuerwehrmänner und –frauen zur
Verfügung, die sich in mehr als 60 theoretischen und praktischen Übungseinheiten pro Jahr auf den
Ernstfall vorbereiten. Darüber hinaus nahmen im vergangenen Jahr zahlreiche Einsatzkräfte an
zeitintensiven Lehrgängen zur Aus- und Fortbildung teil. Um auch den körperlichen Anforderungen des
Feuerwehralltags standhalten zu können, hielten sich die Einsatzkräfte im Jahr 2018 mit insgesamt 25
Dienstsporteinheiten sowie der Teilnahme am AWO-Spendenlauf fit. Wie groß das Engagement aller
aktiven Kräfte sei, sehe man auch an der erfreulich hohen Zahl an Ehrungen und Beförderungen, die
beim Kameradschaftsabend im November ausgesprochen werden konnten, so Uwe Schabel. In diesem
Zusammenhang lobte auch Stadtbrandinspektor David Tisold den unermüdlichen Einsatz aller
Beteiligten.

Den Jahresberichten der zwei Leiter der Feuerwehrnachwuchsabteilungen (Jugend- und
Minifeuerwehr) war zu entnehmen, dass einige Einsatzkräfte in zahlreichen weiteren
Ehrenamtsstunden ihr Wissen und ihre Werte an die Helden der Zukunft weitergeben. Die 36 Kinder
und Jugendliche im Alter von 6-16 Jahren wurden im vergangenen Jahr insgesamt mit etwa 85 Stunden
feuerwehrtechnische Ausbildung und weiteren knapp 120 Stunden allgemeiner Jugendarbeit
gefördert. Jugendwart Jens Krug berichtete von stolzen Jugendlichen, die beim Kreisentscheid des
Bundeswettbewerbs der Deutschen Jugendfeuerwehr im Juni vergangenen Jahres den zweiten Platz
belegt hatten und beim Tag als Feuerwehrmann im Oktober für 24 Stunden in die Haut eines
Berufsfeuerwehrmanns geschlüpft waren und dabei simulierte Einsatzlagen wie Brände,
eingeklemmte Personen, Tierrettung und Personensuche gemeistert hatten. Miniwartin Melina Simon
erläuterte in ihrem Bericht, wie den kleinsten Nachwuchslöschern, den sogenannten Feuerlöwen,
feuerwehrtechnisches Wissen spielerisch nahegelegt wird und dabei zudem entscheidende
Sozialkompetenzen wie Teamfähigkeit und gute Kommunikation gefördert werden.
Weitere 16 Mitglieder verzeichnete die Alters- und Ehrenabteilung der Feuerwehr Hattersheim im
vergangenen Jahr. Die ehemaligen Einsatzkräfte versammeln sich regelmäßig zum sogenannten
Traditionsstammtisch und lassen dort alte Zeiten Revue passieren. Wolfgang Stöhr, Vertreter der
Alters- und Ehrenabteilung, bedankte sich in seinem Bericht bei der Wehrführung und dem
Vereinsvorstand für die entgegengebrachte Wertschätzung aller Alterskameraden.
Neben dem Einsatz- und Übungsdienst der Einsatzabteilung, der Nachwuchsförderung und der
Wertschätzung ehemaliger Einsatzkräfte besteht die Arbeit der Feuerwehr aber noch aus einem
weiteren sehr wichtigen Pfeiler: Der Öffentlichkeitsarbeit. Diese beginnt schon bei den Kleinsten: Bei
der Brandschutzerziehung in Kindergärten und Grundschulen lernen die Kinder das Verhalten im
Brandfall und das Absetzen eines Notrufs. Zudem soll ihnen die Angst genommen werden, die ein
vollausgerüsteter Feuerwehrmann mit Atemschutzmaske in einer Gefahrensituation möglicherweise
auslösen könnte. Darüber hinaus wird die Öffentlichkeit über Facebook und auf der Internetseite der
Feuerwehr über jeden Einsatz und verschiedene Zusatzveranstaltungen informiert. Dieser Service kam
bei den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt im letzten Jahr sehr gut an. David Tisold verwies auf
zahlreiche Kommentare mit Lob und anerkennenden Worten. Außerdem seien die vor einiger Zeit
noch üblichen, kritischen Stimmen aus der Bevölkerung verstummt, welche sich beispielsweise über
die Ruhestörung durch das Martinshorn beschwert hatten.
Öffentlichkeitswirksam präsentierte sich die Feuerwehr auch bei ihrem dritten Tag der offenen Tür im
September, wie Vereinsvorsitzender Markus Stöhr berichtete. Den sonnigen Tag hatten viele Familien
genutzt, um im Feuerwehrhaus und bei der großen Fahrzeugausstellung auf dem Vorplatz einen Blick
hinter die Kulissen des Feuerwehralltags zu werfen. Zwei Löschübungen der Mini- und
Jugendfeuerwehr sowie die offizielle Übergabe des neuen Gerätewagen-Logistik standen im
Mittelpunkt des Ereignisses. Außerdem konnten an diesem Tag 15 neue fördernde Mitglieder für den
Feuerwehrverein gewonnen werden.

Als förderndes Mitglied ist man Teil einer weiteren wichtigen Säule in der Arbeit der Feuerwehr: Die
Finanzierung. Neben städtischen Mitteln sind es vor allem die Mitgliedschaftsbeiträge der fördernden
Mitglieder, die feuerwehrtechnische Anschaffungen und die Förderung des Nachwuchses und der
Kameradschaft ermöglichen. Im vergangenen Jahr verzeichnete der Feuerwehrverein 440 fördernde
Mitglieder. Der Vereinsvorstand plant für 2019 weitere Werbeaktionen, um auch in diesem Jahr neue
Mitglieder gewinnen zu können. Wer als förderndes Mitglied im Feuerwehrverein einen wertvollen
Beitrag zum Brandschutz in Hattersheim leisten möchte, kann sich an Vereinsvorsitzenden Markus
Stöhr (Kontakt: verein@feuerwehr-hattersheim.de) richten. Übrigens: Der Mitgliedsbeitrag lässt sich
vollständig steuerlich geltend machen. Personen, die an einer aktiven Mitarbeit in der Feuerwehr
interessiert sind, sind dazu eingeladen, die Einsatzabteilung bei einem Übungsabend zu besuchen.
Diese finden immer montags ab 19.30 Uhr im Feuerwehrhaus statt (Kontakt: wf@feuerwehrhattersheim.
de).

 

Ausbildungssamstag bei der Feuerwehr

Am heutigen Samstag fanden gleich zwei Seminare bei den Feuerwehren der Stadt Hattersheim am Main statt.

30 Einsatzkräfte wurden heute von Notfallmanagern der DB AG zum Thema Bahnerden geschult.
Bei Einsätzen im Bereich der Bahnanlagen im Stadtgebiet Hattersheim muss die Oberleitung vor und hinter einer Einsatzstelle geerdet werden, um Einsatzkräfte und Fahrgäste zu schützen. Diese Schulung muss in einem Abstand von zwei Jahren aufgefrischt werden.

9 weitere Kräfte wurden in einem Türöffnunssseminar geschult, Türen im Einsatzfall schnellstmöglich zu Öffnen. Dies ist beispielsweise bei medizinischen Notfällen oder der Kontrolle von Wohnungen nach einem Brandgeschehen notwendig.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern und Ausbildern für das heutige Engagement.

Einsatzreicher September

🎈 3 Großveranstaltungen
🚒 47 Einsätze, davon mehrere Großeinsätze
🚨 250 eingesetzte Atemschutzgeräte
🕛 70 Stunden Einsatzdauer
🔧 30 Stunden Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft
—————————————
➡️ 150 ehrenamtliche Feuerwehrfrauen und -männer 👩‍🚒👨‍🚒

47 Einsätze in 30 Tagen – davon fünf Großeinsätze. Das ist die Bilanz eines einsatzreichen Septembers, der unseren Einsatzkräften mehr abverlangte, als in einem Monat üblich.

Üblicherweise wird der September in Hattersheim mit dem Äpplerfest der Feuerwehr Okriftel am Main, dem Tag der offenen Tür der Feuerwehr Hattersheim am Main oder dem Geburtstag des Bürgermeisters Klaus Schindling in Verbindung gebracht. In diesem Jahr jedoch sind die Feuerwehren der Stadt Hattersheim am Main aufgrund zahlreicher Großeinsätze bei den Bürgerinnen und Bürgern im Gespräch. Nahezu täglich waren wir im Einsatz. Häufig mehrmals am Tag. Unsere Einsatzkräfte leisteten eine hervorragende Arbeit und waren insgesamt über 70 Stunden im Einsatz. Und das alles ehrenamtlich!
Für die Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft (Reinigung, Wartung, Prüfung) mussten zusätzlich rund 30 Stunden geleistet werden.

Unser Dank gebührt neben unseren Einsatzkräften auch allen Angehörigen, die bei 47 Einsätzen auf ihre Liebsten verzichten mussten. Und den Arbeitgebern, die viel Verständnis zeigen und ihre Mitarbeiter für Einsätze während der Einsatzzeit freistellen. Nur durch dieses Zusammenspiel konnte dieser einsatzintensive Monat so professionell funktionieren. Vielen Dank!

Anbei eine Übersicht der zahlreichen Einsätze im September:

01.09.2018, 15:01 Uhr: SBMA – Sabotagealarm
01.09.2018, 17:46 Uhr: F2 – Feuer im Gebäude

03.09.2018, 20:57 Uhr: F2 – Feuer im Gebäude
03.09.2018, 22:59 Uhr: F1 – unklare Rauchentwicklung

04.09.2018, 06:09 Uhr: FBMA – Ausgelöste Brandmeldeanlage
04.09.2018, 14:32 Uhr: H1 – Amtshilfe für die Polizei

05.09.2018, 14:14 Uhr: FBMA – Ausgelöste Brandmeldeanlage
05.09.2018, 15:59 Uhr: FBMA – Ausgelöste Brandmeldeanlage

06.09.2018, 18:35 Uhr: FBMA – Ausgelöste Brandmeldeanlage
07.09.2018, 18:45 Uhr: FWRM – Ausgelöster Heimrauchmelder
08.09.2018, 14:30 Uhr: H1 – Amtshilfe für die Polizei

09.09.2018, 16:24 Uhr: HFLUSS Y – Person im Main
09.09.2018, 17:50 Uhr: FBMA – Ausgelöste Brandmeldeanlage
09.09.2018, 20:39 Uhr: FBMA – Ausgelöste Brandmeldeanlage
09.09.2018, 23:00 Uhr: H1 – Unterstützung Bosch-Techniker

11.09.2018, 10:51 Uhr: FBMA – Ausgelöste Brandmeldeanlage
12.09.2018, 06:52 Uhr: F2 – Feuer auf Balkon

13.09.2018, 09:31 Uhr: FBMA – Ausgelöste Brandmeldeanlage
13.09.2018, 14:05 Uhr: FBMA – Ausgelöste Brandmeldeanlage

14.09.2018, 01:28 Uhr: H1Y – Notfalltüröffnung
14.09.2018, 08:29 Uhr: FBMA – Ausgelöste Brandmeldeanlage
14.09.2018, 13:38 Uhr: H1 – Ast auf LKW
14.09.2018, 22:56 Uhr: F3 # TEL – Überörtlicher Einsatz Feuer im Gebäude

15.09.2018, 21:57 Uhr: F1 – Brennt Werbetafel

19.09.2018, 10:00 Uhr: H1 – Unklare Geruchsbelästigung
19.09.2018, 10:22 Uhr: FBMA – Ausgelöste Brandmeldeanlage
19.09.2018, 22:15 Uhr: FBMA – Sabotagealarm

20.09.2018, 16:16 Uhr: F WALD1 – Feuer in Feld
20.09.2018, 18:35 Uhr: F1 – unklare Rauchentwicklung

21.09.2018, 03:37 Uhr: F WALD1 – Brennt Gartenhütte
21.09.2018, 03:38 Uhr: SBMA – Sabotagealarm
21.09.2018, 21:37 Uhr: F1 – Unklare Feuermeldung

23.09.2018, 17:35 Uhr: H1 – Umgestürzte Baustellensicherung
23.09.2018, 21:44 Uhr: H1 – Überörtlicher Einsatz Unwetter

24.09.2018, 10:56 Uhr: H1Y – Verletzte Person im Gleisbett
24.09.2018, 13:50 Uhr: H1 – Amtshilfe Polizei
24.09.2018, 18:22 Uhr: F2Y – Feuer im Gebäude mit Menschenleben in Gefahr

25.09.2018, 08:51 Uhr: F2 – Rauch aus Gebäude

26.09.2018, 12:30 Uhr: H1 – unklarer Geruch
26.09.2018, 13:41 Uhr: FRWM – Ausgelöster Heimrauchmelder

27.09.2018, 08:45 Uhr: H1Y – Aufzugsnotruf
27.09.2018, 19:22 Uhr: F1 – Rauchentwicklung

28.09.2018, 06:30 Uhr: FRWM – Ausgelöster Heimrauchmelder
28.09.2018, 09:48 Uhr: F2A – Brennt Gartenhütte
28.09.2018, 12:45 Uhr: H1 – Auslaufende Betriebsstoffe
28.09.2018, 16:52 Uhr: F2 – brennt Müllpresse an Hauswand
28.09.2018, 22:08 Uhr: F1 – brennt Transporter

Detaillierte Informationen zu den Einsätzen finden Sie auf unserer Facebook Seite oder der Homepage der Hattersheimer Feuerwehren.

Möchten auch Sie sich ehrenamtlich bei den Feuerwehren der Stadt Hattersheim am Main betätigen und Teil dieses großartigen Teams werden? Oder haben Sie Fragen zum Ehrenamt Feuerwehr?

Dann schreiben Sie uns einfach an.
Wir freuen uns über jede helfende Hand!

Alles gute zum 50. Gebrutstag

Der Eine oder Andere ist in der vergangenen Woche am Feuerwehrhaus Hattersheim vorbei gekommen und hat sich vielleicht gefragt, warum der Grillstand vom „Tag der offenen Tür“ noch immer steht. Grund hierfür waren nicht die zahlreichen Einsätze der letzten Woche, sondern eine weitere Feierlichkeit, die wir in den Fahrzeughallen der Feuerwehr Hattersheim veranstalten durften.

Unser Bürgermeister und Feuerwehrdezernent Klaus Schindling feierte hier am Sonntag, 16.09.2018 seinen 50. Geburtstag. Mit dabei waren auch alle Abteilungen der Feuerwehren der Stadt Hattersheim am Main und unterstützen bei der Organisation sowie Durchführung.

Im Rahmen der Feierlichkeiten konnten wir unserem Bürgermeister nicht nur zu seinem Ehrentag gratulieren, sondern ihm auch für seine Unterstützung und Einsatz als Dezernent der Feuerwehr besonders danken. Sein Einsatz für die Feuerwehren der Stadt Hattersheim ist großartig, dies zeigt sich insbesondere bei Einsätzen, bei denen er sich immer wieder selbst ein Bild über die Lage verschafft und dort unterstützt, wo er kann. Besonders zu erwähnen ist hierbei, dass er bei der Festlegung seiner Geburtstagsfeier dem „Tag der offenen Tür“ sowie der dort stattfindenden Fahrzeugübergabe der Feuerwehr Hattersheim auf eigenen Wunsch den Vorzug gab und seine Festivität um eine Woche nach hinten verlegt hat.

Tag der offen Tür 2018

Ein neues Fahrzeug, zwei gelöschte Feuer und drei Einsätze
Beim dritten Tag der offenen Tür der Hattersheimer Feuerwehr am Sonntag, 09. September, gab es für die Gäste einiges zu staunen. Den sonnigen Tag nutzten viele Familien, um im Feuerwehrhaus und bei der großen Fahrzeugausstellung auf dem Vorplatz einen Blick hinter die Kulissen des Feuerwehralltags zu werfen.
Um 10.00 Uhr öffneten die Einsatzkräfte alle Tore des Feuerwehrhauses und alle Rollläden der Fahrzeuge. Schon bald wuselten viele kleine und große Gäste um die roten Fahrzeuge, warfen interessierte Blicke in die Geräteräume und nahmen probeweise im Mannschaftsraum Platz. Ein besonderes Ausstellungsstück „zierte“ in diesem Jahr die Schulstraße und war für Gäste und Einsatzkräfte gleichermaßen erstaunenswert: das Universallöschfahrzeug (ULF) der Werkfeuerwehr Infraserv Höchst. „Zierlich“ ist dieses Fahrzeug jedoch keinesfalls. Mit seinen stolzen 12,8 Metern Länge (das ist etwa die Länge eines herkömmlichen Stadtbusses), großen Wasser- und Schaumtanks und Wasserwerfern prangte der Koloss auf dem Vorplatz. Mitarbeiter der Werkfeuerwehr standen den ganzen Tag für Fragen interessierter Gäste zur Verfügung.
Mächtig eingeheizt wurden die Gäste dann bei einer Schauübung der Jugendfeuerwehr gegen 11.15 Uhr. Mit Blaulicht und Martinshorn kamen die jugendlichen Feuerwehrangehörigen angefahren, um ein brennendes „Haus“ aus Holzpaletten zu löschen. Während die Zuschauer der Hitzestrahlung einige Meter zurückwichen, näherten sich drei Einsatztrupps den Flammen und bekämpften diese von drei Seiten. Nachdem die Meldung „Feuer aus!“ gegeben war, zeigten die Nachwuchslöscher, dass sie auch beim Aufräumen der benutzten Schläuche und sonstigen Einsatzmittel ein eingespieltes Team sind.
Inzwischen hatten sich zahlreiche Gäste auf dem Gelände der Feuerwehr eingefunden, um den Mittag mit gekühlten Getränken und Grillgut vom Schwenkgrill zu verbringen. Der nächste Programmpunkt ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Gegen 13.00 Uhr wurde auf der Schulstraße zum zweiten Mal ein Holzobjekt entzündet, welches schon bald vollständig in Flammen stand. Dieses Mal wurden die Feuerlöwen, die sechs- bis neunjährigen Minilöscher der Hattersheimer Feuerwehr, alarmiert. Auch diese kamen unter lautem Sirenengetöne und mit blitzendem, blauen Licht an die Einsatzstelle und kletterten stolz aus ihrem Löschfahrzeug. Wie in den Wochen zuvor in den Übungsstunden einstudiert, zeigten die Helden von Morgen ihr Können und löschten das Feuer.
Nach den Aufräumarbeiten der zweiten Schauübung begrüßte Bürgermeister Klaus Schindling die Gäste. Dieser war trotz seines 50.Geburtstages erschienen, um mit der Feuerwehr gemeinsam zu feiern und deren täglichen Einsatz wertzuschätzen. „Gerade diesen Montag, beim Großbrand ‚Im Lerchenfeld‘, hat man wieder gesehen, wie wichtig die Feuerwehr ist und welch hervorragende Arbeit sie leistet“, betonte er. In seiner offiziellen Ansprache gratulierte der Bürgermeister vier Kindern der Minifeuerwehr, Sonja Dahms,Hanna Pilgrim,Tom Meyer und Julian Tworek, zum
Übertritt in die Jugendfeuerwehr sowie einem Jugendlichen, Ali Maung, zum Übertritt in die Einsatzabteilung. Alle erhielten zur Abteilung passende Kleidung und das neue aktive Mitglied erhielt seinen Funkmeldeempfänger, um in Zukunft bei Einsätzen schnell vor Ort sein zu können. Abschließend übergab der Bürgermeister Wehrführer Uwe Schabel im Namen der Stadt Hattersheim offiziell das neue Fahrzeug, einen Gerätewagen-Logistik (GW-L1), welches den ganzen Tag zentral auf dem Feuerwehrvorplatz präsentiert wurde. Das Fahrzeug wird der Feuerwehr zukünftig mit seinem großen Laderaum für den Transport von feuerwehrtechnischem Gerät im Übungs – und Einsatzdienst zur Verfügung stehen.
Am Nachmittag ließ die lange Menschenschlange in der Fahrzeughalle auf einen weiteren Programmpunkt schließen – diesmal kulinarischer Natur. Bei einer vielfältigen Kuchentheke mit zahlreichen süßen Verführungen war für jeden Gast das passende Stück Hüftgold dabei – natürlich einzig in selbstloser Aufopferung für die zwei Nachwuchsabteilungen, welche den Erlös des Verkaufs erhielten.
Als sich das Fest schon allmählich dem Ende zuneigte, wurden die Gäste gegen 16.15 Uhr von einer echten Alarmierung überrascht. Sie konnten beobachten, wie sich die Feuerwehrangehörige blitzschnell ausrüsteten und mit den Fahrzeugen zum Einsatzort ausrückten. Tatsächlich hatte es an diesem Tag insgesamt drei Einsätze für die Feuerwehr Hattersheim gegeben. Sie gliedern sich in eine einsatzreiche Woche ein.
„Insgesamt war der diesjährige Tag der offenen Tür sicher für alle Besucherinnen und Besucher von jung bis alt ein ereignisreiches und unterhaltsames Erlebnis“, resümiert Vereinsvorsitzender Markus Stöhr. Wer sich eine Mitarbeit in der Feuerwehr vorstellen könne,sei jederzeit dazu eingeladen, die Einsatzabteilung bei einem Übungsabend zu besuchen. Diese finden immer montags ab 19.30 Uhr im Feuerwehrhaus statt (Kontakt: wf@feuerwehr-hattersheim.de). Außerdem könne man als förderndes Mitglied im Feuerwehrverein einen wertvollen Beitrag zum Brandschutz in Hattersheim leisten (Kontakt: verein@feuerwehr-hattersheim.de). Der Mitgliedsbeitrag lasse sich darüber hinaus vollständig steuerlich geltend machen.

Tag der offenen Tür 2018

Die Feuerwehr Hattersheim öffnet am 09. September 2018 ab 10.00 Uhr wieder alle Tore und Fahrzeugrollläden. Mit Löschübungen, einer großen Fahrzeugausstellung und einem interaktiven Programm für die ganze Familie lädt die Feuerwehr dazu ein, einen Blick hinter die Kulissen des Feuerwehralltags zu werfen.
Rote Autos, blaues Licht, lautes Einsatzhorn. Daran denkt jeder zuerst, wenn man über die Feuerwehr spricht. Doch: Was genau tun die ehrenamtlichen Feuerwehrleute eigentlich täglich, wenn sie ihrem Leitbild „Retten, Löschen, Bergen, Schützen“ folgen? Das können alle Interessierte – von jung bis alt – am Tag der offenen Tür in und vor dem Hattersheimer Feuerwehrhaus in der Schulstraße 35 herausfinden.
Die Jugendfeuerwehr sowie die „Hattersheimer Feuerlöwen“ – die kleinsten Löscher der Feuerwehr – werden in zwei Löschübungen um 11 Uhr und um 13.30 Uhr zeigen, was die Helden von Morgen bereits können. Zwischen diesen Vorführungen wird Bürgermeister Klaus Schindling ab 12.30 Uhr ein neues Einsatzfahrzeug – den Gerätewagen Logistik (GW-L) – an die Feuerwehr übergeben. In diesem feierlichen Rahmen werden außerdem einige Feuerlöwen und Jugendfeuerwehrmitglieder in die nächsthöhere Abteilung befördert.
Bei der großen Fahrzeugausstellung haben alle Gäste ganztägig die Gelegenheit, die Einsatzfahrzeuge von innen und von außen zu erkunden und von erfahrenen Einsatzkräften mehr über die Arbeit der Feuerwehr zu erfahren. Als besonderes Ausstellungsstück kann in diesem Jahr das Universallöschfahrzeug (ULF 5000) der Werkfeuerwehr des Industrieparks Höchst bestaunt werden. Kinder können sich in der Feuerwehr-Hüpfburg austoben oder verschiedene Feuerwehr- Spiele ausprobieren. Mit kühlen Getränken, Grillgut vom Schwenkgrill und einer Kaffee- und Kuchentheke (deren Erlös ist zugunsten der Mini- und Jugendfeuerwehr) ist auch für das leibliche Wohl gesorgt.

Fachgruppe Information und Kommunikation

Die Fachgruppe Information und Kommunikation, kurz IuK, übt für den Ernstfall.

Die IuK-Einheit der Feuerwehren der Stadt Hattersheim am Main hat sich mit Unterstützung der Fireboard GmbH in einem Intensivtraining mit dem Einsatzleitwagen auf den Ernstfall vorbereitetet.

Das Hauptaugenmerk lag hierbei darauf, in einem Einsatz einen „kühlen Kopf“ zu bewahren und den Einsatzleiter bei seiner Arbeit effizient zu unterstützen. Im besten Fall arbeitet die IuK-Einheit wichtige Entscheidungshilfen vorzeitig aus und stellt diese dem Einsatzleiter im richtigen Moment zur Verfügung.

Jeder Einsatz ist anders und hat seine eigenen Anforderungen und Problemstellungen. Die IuK-Einheit ist bereit, sich diesen Aufgaben zu stellen und bestmöglich abzuarbeiten. Wir bedanken uns für einen tollen, informativen und aktiven Tag mit der Fireboard GmbH.

AWO Lauf

15 Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren der Stadt Hattersheim am Main sind heute beim AWO-Lauf in Hattersheim angetreten. Mit Stolz konnten erstmalig die neuen Traningsshirts der Sportgruppe getragen werden. Die Kameradinnen und Kameraden starteten bei den 5km und 10km Läufen.
Wir sagen:
Top Leistung

AGT- NOTFALLTRAINING

„Mayday, Mayday, Mayday“ – ein Funkruf, bei dem selbst den routiniertesten Feuerwehrleuten in einem Realeinsatz der Atem stockt. Denn das ist der Hilferuf eines verunfallten Trupps während eines Atemschutzeinsatzes. Bei einem sogenannten Atemschutznotfall kommt es nun auf jede Sekunde an, denn die Luft des Verunfallten ist begrenzt, die Temperaturen steigen und der Wasserdampf beißt sich durch die Kleidung.
Damit jeder Handgriff sitzt, schulen wir unsere Atemschutzgeräteträger jährlich für den hoffentlich nie eintretenden Ernstfall. Unser Atemschutznotfalltraining findet zweimal jährlich an jeweils zwei Tagen im Frühjahr und im Herbst statt.
Neben dem Vorgehen bei einem solchen Notfall nach der Feuerwehrdienstvorschrift, schulten wir unsere Kameradinnen und Kameraden am Freitagabend auf unsere Gerätschaften.
Der richtige Umgang mit dem Rauchschutzvorhang um eine Rauchausbreitung im Gebäude zu verhindern, Strahlrohrtraining um ein möglichst effektives Sprühbild zu erzeugen und auch unter Nullsicht alle Einstellungen zu beherrschen und die blinde Handhabung unseres Atemschutznotfallsets standen auf dem Plan.
Am Samstag ertönte dann der Mayday-Ruf über Funk.
Die mit Atemschutzgeräten und Notfallset ausgestatteten Rettungstrupps mussten sich unter Nullsicht den Weg durch einen Parcours zum verunfallten Trupp suchen.
Bei der Rettung eines im Innenangriff verunfallten Kameraden ist nicht nur der Umgang mit dem Notfallset und das technische Geschick bei der blinden Anwendung in engen Räumen wichtig. Es kommt auch auf das richtige Zusammenspiel, das routinierte Vorgehen und die Absprachen der in die Rettung eingebundenen Kräfte an.
Angekommen beim Verunfallten galt es ihn mit Hilfe des Notfallsets in Sicherheit zu bringen. Unser Notfallset besteht aus einer Halbschleifkorbtrage, die den Transport erleichtern soll, einer gefüllten Atemluftflasche um den Verunfallten während der Rettung mit lebensnotwendiger Atemluft zu versorgen und einer Respihood, die dann eingesetzt wird, wenn die Maske des Verunfallten beschädigt wurde.
Neben der Rettung von verunfallten Kameradinnen und Kameraden ist auch die Selbstrettung unserer Atemschutzgeräteträger ein wichtiger Bestandteil unseres Notfalltrainings. Angenommen wird hierbei, dass der Rückweg durch das Treppenhaus durch ein Feuer abgeschnitten wurde. Um sich aus dieser Situation zu retten, benötigen unsere Kräfte viel Routine und Vertrauen in unsere Ausrüstung.
Zur Selbstrettung mussten sie sich einen Festpunkt im Gebäude suchen, wichtige Knoten legen und den im Atemschutzgerät integrierten Haltegurt richtig anlegen. Dann stiegen sie rückwärts aus ca. sieben Metern Höhe aus einem Fenster und seilten sich ab. Hierbei wurden sie zusätzlich durch ein Mitglied der Höhenrettungsgruppe Main-Taunus gesichert.
Anbei einige Impressionen unseres Atemschutznotfalltrainings.

Dienstsport

Nach einer Unterbrechung ist der regelmäßige Dienstsport nun wieder zurück. Einmal wöchentlich „quälen“ sich unsere Einsatzkräfte gemeinsam sportlich, um sich für den Ernstfall fit zu halten. Gemeinschaftlich macht das Leiden sogar Spaß und stärkt den Zusammenhalt. Heute stand zum Beispiel ein Zirkeltraining auf dem Programm, bei dem die Einsatzkräfte ihre Kraftausdauer herausfordern konnten.