Tag der offenen Tür 2017

Alle Tore sind geöffnet. Einige rote Fahrzeuge mit offenen Rollläden zieren die Schulstraße. Die Drehleiter ragt majestätisch über die Dächer der Stadt. Es ist unverkennbar wieder Tag der offenen Tür bei der Feuerwehr Hattersheim am Main.
Mit einem Löschangriff eröffnete die Jugendfeuerwehr Hattersheim das diesjährige Programm. Als das hierfür angefertigte Holzhaus plötzlich in Flammen aufging, wichen die überraschend eingeheizten Zuschauer einige Schritte zurück. Unterdessen traten die jugendlichen Nachwuchslöscher vor und bekämpften den Brand mit Wasser und Schaum.
Auch die Hattersheimer Feuerlöwen – unsere jüngsten Mitglieder – wollten ihr Können unter Beweis stellen. Kurz nach Beginn ihrer Schauübung wurden die Gäste jedoch zunächst Zeuge des unberechenbaren Feuerwehralltags. Plötzlich wurden unsere Einsatzkräfte zu einem realen Einsatz alarmiert und fuhren mit Sondersignal vom Hof. Da das Übungsobjekt unserer Minilöscher allerdings schon brannte, gab es für sie kein Zurück mehr: Die Übung konnte nicht mehr unterbrochen werden, sodass die Feuerlöwen den Brand unter Aufsicht ihrer Betreuer und Beifall der Zuschauer löschten.
Ein weiterer wortwörtlicher Höhepunkt der Veranstaltung war die Vorführung der Höhenrettungsgruppe SRHT-Main Taunus Kreis . Diese speziell für den Einsatz in schwindelerregenden Höhen ausgebildete Sondereinheit demonstrierte die Rettung einer schwerverletzten Person aus dem Obergeschoss eines Gebäudes.
Besonders stolze Gesichter konnte man bei der feierlichen Übergabe von Kindern und Jugendlichen der Nachwuchsabteilungen beobachten. So erhielten zwei Feuerlöwen unter Anwesenheit von Bürgermeister Klaus Schindling, Stadtbrandinspektor David Tisold, der Wehrführung sowie dem Jugendwart und der Miniwartin ihre zukünftige Jugendfeuerwehr-Schutzkleidung. Außerdem traten Valerie Michel und Lara Simon von der Jugendfeuerwehr offiziell in die Einsatzabteilung über. Die beiden engagierten Kameradinnen sind ein guter Beweis dafür, dass Feuerwehr nicht nur etwas für Männer ist.
Uns liegen am jährlich stattfindenden Tag der offenen Tür zwei ideelle Ziele am Herzen: Begeisterung für die Feuerwehr wecken und die Bürgerinnen und Bürger über unsere Arbeit informieren. Aus diesem Grund hatten die Gäste ganztägig die Möglichkeit, unsere Fahrzeuge von innen und außen zu erkunden und unsere Einsatzkräfte mit Fragen zu löchern. Darüber hinaus wurden regelmäßige Führungen durch das Feuerwehrhaus angeboten, in denen über die vielfältige Arbeit der Feuerwehr Hattersheim berichtet wurde. Hier konnte so mancher Feuerwehrmythos ausgeräumt und Verständnis für öffentlich diskutierte Themen geschaffen werden (z.B. Martinshorn ist bei vielen Einsätzen gesetzlich vorgeschrieben – auch nachts!).
Unsere kleinen Gäste konnten sich in einer großen Feuerwehrauto-Hüpfburg austoben oder gleich in den echten roten Fahrzeugen Platz nehmen. Außerdem hatten sie die Möglichkeit, sich spielerisch als Feuerwehrmann oder -frau zu erproben. Im Spieleparcours konnten sie beispielsweise mit einer Kübelspritze Holzflämmchen löschen oder beim Kegeln statt mit einer Kugel mit einem Schlauch die Kegel umwerfen.
Insgesamt war unser zweiter Tag der offenen Tür ein voller Erfolg. Beim Blick hinter die Kulissen brachten die Gäste eine große Wertschätzung unserer Arbeit zum Ausdruck. Der ein oder andere entschloss sich an diesem Tag sogar, mit einer Mitgliedschaft in unserem Feuerwehrverein zukünftig einen kleinen Beitrag zur Finanzierung zusätzlicher Anschaffungen und zur Förderung unserer Nachwuchsabteilungen zu leisten.

Heißausbildung 2017 bei I.F.R.T ( Internationale Fire Rescue Training)

Für 18 Atemschutzgeräteträger (PA-Träger) aus dem Stadtgebiet Hattersheim am Main stand am vergangenen Wochenende eine besondere Ausbildung auf dem Ausbildungsplan. Begleitet von sechs Ausbildern des Arbeitskreises Atemschutz besuchten Sie die Brandübungsanlage der Firma I.F.R.T. in Kühlsheim.
Ziel dieses Wochenendes war es, unseren PA-Trägern ein möglichst realitätsnahes Übungsumfeld für die Innenbrandbekämpfung zu bieten. Im Übungsbetrieb am Standort fehlt es oft an geeigneten Übungsobjekten, in denen ein reales Feuer gemacht werden kann. Da diese praktischen Übungen für den Innenangriff aber enorm wichtig sind, um unseren Mitgliedern Sicherheit, Routine und Vertrauen in ihre Schutzkleidung zu geben, wurden die Teilnehmer bei I.F.R.T. geschult. Ganz nach dem Motto: Training schafft Sicherheit.

Die Teilnehmer begannen mit einem kurzen Theorieteil am Samstagvormittag. Noch vor dem Mittagessen wurde der erste Durchgang in der Rauchdurchzündungsanlage absolviert. Hierbei konnten sie beobachten, wie sich ein Feuer vom Entstehungsbrand bis zum Vollbrand verhält und welche Merkmale das Feuer in der jeweiligen Phase zeigt. Da es im Realfall unser Ziel ist, das Feuer möglichst schnell zu löschen um weitere Schäden zu verhindern, sehen die Angriffstrupps meist nur eine kurze Phase des Brandes. Die Gewöhnung an die Wärme, die ein solcher Vollbrand verursacht, war ebenfalls Bestandteil des ersten Durchganges.
Am eigenem Leib konnten die Teilnehmer erleben wie es sich anfühlt, wenn bei unüberlegten Löschangriffen aus einem Liter Wasser, 1700 Liter Wasserdampf entstehen und in die Kleidung ziehen. Jeder Teilnehmer hatte zu jedem Augenblick die Möglichkeit die Simulationsanlage, die durch Feststoffe (Holzpaletten) befeuert wird, zu verlassen.

In einem weiteren Durchgang konnten sie beobachten, wie sich der Rauch bei einem Vollbrand verhält und was man aus der Bewegung der Rauchschichten ablesen kann, um Gefahren zu vermeiden. Denn wenn austretende Pyrolysegase falsch eingeschätzt und gelöscht werden, kann es schnell zu einer gefährlichen Rauchgasdurchzündung kommen. Wie sich eine solche Durchzündung, die Umgangssprachlich als Flashover bekannt ist, anfühlt konnten die Teilnehmer in diesem Durchgang testen. Zu sehen ist eine solche Rauchgasdurchzündung, die unsere Teilnehmer erlebten, im beigefügten Video.

Nach einer kurzen Nachbesprechung folgte bereits der dritte Durchgang an diesem Tage. Wie sich unsere Trupps zu verhalten haben, wenn sie im Einsatzfall in die Situation einer Rauchgasdurchzündung kommen, wurde mit den erfahrenen Ausbildern geprobt. Die richtige Anwendung unserer Strahlrohre, auch unter schlechten Sichtverhältnissen, wurde hierbei geprobt. Schon die kleinste Unaufmerksamkeit oder der kleinste Fehler führte zu einer Durchzündung, wodurch unsere Kräfte für ihre zukünftigen Einsätze viel lernen konnten.

Beim vierten und letzten Durchgang am Samstag galt es das Gehörte und Gesehene in einer Angriffsübung unter realen Bedingungen umzusetzen. Truppweise gingen die Atemschutzgeräteträger in eine brennende Wohnung vor. Das Feuer musste lokalisiert, die Lage richtig eingeschätzt und eine Person gefunden werden.
Im Anschluss wurde das Training ausgiebig nachbesprochen.

Am Sonntag folgte nach dem gemeinsamen Frühstück Durchgang Nummer fünf. Simuliert wurde ein Feuer in einer Erdgeschosswohnung, in der noch eine Person vermisst wurde. Unter Atemschutz musste der eingesetzte Trupp eine verschlossene Tür mithilfe des Halligantools öffnen und zur Menschenrettung vorgehen. Da das Gebäude sehr verwinkelt war, musste sich der Trupp mit ausreichend Schlauchmaterial ausstatten, um alle Bereiche zuverlässig absuchen zu können. Bei Nullsicht und starker Verrauchung, stellt der mit Wasser gefüllte C-Schlauch die Rückzugssicherung dar. Im Brandfall können sie agieren und finden jederzeit den Weg zurück ins freie. Neben der Personensuche in der Wohnung musste an den richtigen Stellen eine Abluftöffnung geschaffen werden, um die Wohnung zu Entrauchen. Im Brandraum angekommen, musste mit Köpfchen gehandelt werden. Denn die falsche Löschtaktik könnte durch eine Durchzündung oder die hohe Menge an Wasserdampf gefährlich werden.

In der letzten Angriffsübung, Durchgang Nummer 6, galt es eine Person im verrauchten und aufgeheizten Obergeschoss zu finden. Der Kamineffekt, bei dem die Hitze aus dem Erdgeschoss in das 1. OG zieht, war deutlich zu spüren. Wieder galt es, die Wohnung und die benötigte Menge Schlauch richtig einzuschätzen und ausreichend Schlauch nachzuziehen, um alle Bereiche der Wohnung absuchen zu können. Das Handling eines mit Wasser gefüllten C-Schlauchs ist hierbei nicht zu unterschätzen. Schlauchmanagement ist ein sehr wichtiges Thema, das bei dieser Übung im Mittelpunkt stand.
Schnell fanden die eingesetzten Trupps das Kleinkind in der Wohnung. Wichtig war es hierbei alle Bereiche gründlich abzusuchen, denn vor allem Kinder verstecken sich in beängstigenden Situationen häufig in dunklen Ecken.

Ein erlebnisreiches Wochenende liegt hinter uns und alle Atemschutzgeräteträger konnten viel für ihren zukünftigen Einsatzdienst lernen. Die Angst vor dem Horrorszenario „Rauchgasdurchzündung“ konnte genommen und das Vertrauen in die Brandschutzkleidung erhöht werden. Zusätzlich konnten alle Teilnehmer viele Handgriffe und Tipps mitnehmen, die die Brandbekämpfung und Menschenrettung im Realfall erleichtern.

Übung für Bootsführer und Mannschaft der Feuerwehr Hattersheim am Main

Am gestrigen Montag fand eine Übung für Bootsführer und Mannschaft der Feuerwehr Hattersheim statt. Ziel dieser Übung war, Mann über Bord und einen Kameraden der in einem Überlebensanzug gesichert im Main trieb wieder an Bord zu retten. Die Übung war eine schöne Abwechslung. Viele Dank den Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Eddersheim am Main

Heißausbildung 2017

Nach der stressigen und einsatzreichen Woche sind wir nun heute bei IFRT in Külsheim. 18 Atemschutzgeräteträger aus dem Stadtgebiet Hattersheim sowie die Ausbilder des Arbeitskreises Atemschutz absolvieren heute und morgen ein spezielles Training für die Innenbrandbekämpfung (Heißausbildung).
Details zum Training folgen…..

Unwetter 15.08.2017

Das Gewitter über Hattersheim hat im gesamten Stadtgebiet seine Spuren hinterlassen und ein einsatzreicher Nachmittag liegt hinter uns.
Zum jetzigen Zeitpunkt wurden uns 63 Einsatzstellen gemeldet. Die letzten Einsätze werden derzeit noch abgearbeitet.
Neben den üblichen Unwetterschäden wie vollgelaufene Keller und Tiefgaragen, abgeknickte Bäume und gelöste Dachziegel arbeiteten wir zusätzlich noch einen Verkehrsunfall und sechs ausgelöste Brandmeldeanlagen ab.
Weitere Infos folgen.

Sicherheitstipps zu Gewitter

Gewitter bergen Gefahren für alle Menschen im Freien – und können schwere Sachschäden durch Überspannung und Brandausbruch verursachen. Nicht immer warnt ein kräftiger Regenschauer rechtzeitig vor dem Unheil. Darauf weist der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) anlässlich der Warnungen vor Unwetter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen in den nächsten Tagen hin.

Die Feuerwehren geben sieben Sicherheitstipps:

  • Ein festes Gebäude ist der sicherste Platz bei einem Unwetter. Alternativ bietet auch ein geschlossenes Kraftfahrzeug Schutz.
  • Wenn Sie im Freien von einem schweren Gewitter überrascht werden, hocken Sie sich in eine Senke, einen Hohlweg, unter eine Stahlbetonbrücke oder einen Felsvorsprung. Im dichten Wald hocken Sie sich ebenfalls hin – mindestens drei Meter von Bäumen oder Astspitzen entfernt.
  • Meiden Sie einzeln stehende Bäume jeder Art, Masten, Metallzäune und andere Metallkonstruktionen.
  • Durch kräftigen Regen kann im Straßenverkehr die Sicht stark beeinträchtigt werden. Passen Sie Ihre Fahrweise entsprechend an. Warten Sie Unwetter mit Sturm und Hagel zunächst auf einem Parkplatz oder am Straßenrand auf einem baumfreien Abschnitt ab.
  • Straßen können durch das Wasser überflutet und zeitweise unpassierbar werden. Beachten Sie hier die entsprechenden Anweisungen.
  • In Gebäuden ohne Blitzschutzsystem an den Strom- und Versorgungsleitungen sollten Sie bei Gewitter auf Kontakt zu Metallleitungen, das Duschen und das Telefonieren mit einem Schnurapparat verzichten sowie die Stecker der Elektrogeräte herausziehen.
  • Melden Sie Unfälle und Brände sofort unter der europaweiten Notrufnummer 112. Bitte halten Sie die Notrufleitungen während eines Gewitters für Notfälle frei und melden Sie Schäden, von denen keine akute Gefahr ausgeht, erst nach Ende des Unwetters.

Quelle: Deutscher Feuerwehrverband

Teambuilding

Feuerwehrarbeit ist immer Teamarbeit. Aus diesem Grund stand am heutigen Übungsabend der Hattersheimer Einsatzkräfte „Teambuilding“ auf dem Programm. Dabei konnte die Mannschaft ihren Teamgeist in verschiedenen, herausfordernden Gruppenaufgaben auf die Probe stellen. Wichtige Elemente einer erfolgreichen Gruppendynamik wie „soziale Rollen“, „Kommunikation“ und „Vertrauen“ wurden nach jeder gelösten Aufgabe diskutiert. So bestand beispielsweise die abschließende Aufgabe darin, ein rohes Ei mithilfe von einfachen Bastelmaterialien wie Papier, Strohhalmen und Luftballons so zu verpacken, dass es einen freien Fall von unserem Schlauchturm unversehrt übersteht. Die entstandenen Flugobjekte können sich definitiv sehen lassen. Natürlich kam dabei auch ein weiterer Baustein für eine gut funktionierende Gruppe nicht zu kurz: Der Spaß.

Bootsausbildung

Das Mehrzweckboot der Feuerwehren der Stadt Hattersheim am Main ist bei der Feuerwehr Eddersheim stationiert. Was das Boot betrifft, sind die Kameraden aus Eddersheim somit die Spezialisten. Jedoch kann es insbesondere tagsüber passieren, dass das Mehrzweckboot im Einsatzfall von den Kameraden aus dem Stadtgebiet besetzt werden muss. Aus diesem Grund fand heute eine Sonderausbildung für einige Bootsführer aus Hattersheim statt. Die wichtigsten Manöver wie „Mann über Board“, das Anlegen oder die Personenaufnahme über die Bugklappe wurden mit zwei Kameraden der Feuerwehr Eddersheim am Main trainiert um diese im Einsatzfall richtig anwenden zu können.

Besonderer Übungsabend bei der Feuerwehr Hattersheim am Main

Besonderer Übungsabend bei der Feuerwehr Hattersheim am Main

Am Übungsabend vergangenen Montag, gab es für die Feuerwehr Hattersheim am Main eine besondere Übung.
Angenommen wurden zwei verunfallte Arbeiter an einem Hochhaus in Okriftel, die während ihren Arbeiten stürzten und sich dabei verletzten. Die Arbeiter galt es von einem Malergerüst zu retten.
Die Personenrettung erfolgte durch zwei Varianten.
Die Drehleiter übernahm die Personenrettung aus dem 6. OG. Die verletzte Person wurde in eine Schleifkorbtrage umgelagert und über die Drehleiter nach unten transportiert.
Die Besatzung des Löschfahrzeuges rettete die zweite Person aus dem 3. OG mit Hilfe eines Leiterhebels.

In diesem Zuge möchten wir uns beim Roten Kreuz Hattersheim bedanken, die uns mit zwei Mimen unterstützten.

Löschangriff mal anders

Der Übungsabend der Feuerwehr Hattersheim am Main wurde gestern Abend mal etwas anders gestaltet. Bei rund 35 Grad kam jede Abkühlung recht. Die Mannschaft wurde in zwei Gruppen aufgeteilt. Ziel der Gruppen war es, in kürzester Zeit eine Wasserversorgung mit Wasserentnahme aus dem Main herzustellen und einen Verteiler mit drei C-Abgängen aufzubauen. Die Gruppe, welche am schnellsten die Wasserversorgung und den Löschangriff aufgebaut und somit als erstes Wasser abgeben konnte, durfte die kleine Wasserschlacht eröffnen.